Rückblick auf ein Jahr ZWAR - Fröndenberg

Sehr geehrter Herr BM Rebbe,

liebe Christine, liebe Birgit, lieber Rolf, lieber ZWARler,

im Jahr 2010 gingen  die AWO und die Stadt Fröndenberg eine Kooperation mit dem Ziel ein, ein ZWAR – Netzwerk Fröndenberg zu gründen. Im Spätsommer des letzten Jahres erhielten Fröndenberger Bürger jenseits der Altersgruppe 50 von Ihnen, Herr Rebbe, eine Einladung zur Veranstaltung der ZWAR – Organisation. Die meisten konnten sich wenig darunter vorstellen, worin wohl der Unterschied zu den doch hier in Fröndenberg so zahlreich vorhandenen Vereinen liegen möge. Und so ging man, ein bisschen unsicher aber auch neugierig, eines schönen Abends in die Aula der Gesamtschule. Diese war gut gefüllt mit interessierten Ü-50igern. Nach umfangreichen Informationen wurde am 19.10. 2010 die Fröndenberger ZWAR-Gruppe mit rd. 100 Teilnehmern gegründet. Selbst das zweite Basistreffen mit noch 80 TN war ein großer Erfolg für dieses Modell.

Nach und nach lernten wir, dank der Anleitung von Christine und Rolf, was es heißt, selbstorganisatorisch Interessensgruppen zu entwickeln und diese dann mit Leben zu erwecken. Da sich nicht alle Gründungsmitglieder mit dieser Form der selbstorganisierten Freizeitgestaltung identifizieren konnten oder wollten, reduzierte sich unsere Teilnehmerzahl im Laufe der ersten Monate auf jetzt ca. 30 aktive TN. Aber nicht die Menge ist entscheidend, sondern der tolle Teamgeist in dieser Gruppe!

Bemerkenswert ist aber auch, dass die meisten ZWAR`ler hier in Fröndenberg zugereist und keine Poalbürger sind. Umso schwieriger ist es, wenn man wie ich mit rd. 50 Jahren aus seiner gewohnten Umgebung herausgerissen wird und nach Fröndenberg zieht. Bei meinem allerersten Besuchstermin wusste ich noch nicht einmal, wo Fröndenberg liegt. Dank Routenplaner kam ich aus dem nördlichsten Zipfel des Kreises doch hier an. Ich orientierte mich neu und baute langsam einen neuen Bekanntenkreis auf. Wenn man allerdings kein typischer Vereinsmensch ist, ist das gar nicht so einfach.

Umso erstaunter, aber auch erfreut bin ich heute nach einem Jahr in diesem ZWAR-Netzwerk. In dieser Zeit habe ich sehr viele liebe Menschen kennen gelernt, die ich nicht mehr missen möchte! Ich denke, es geht einigen so wie mir.

Auch die Kombination mit den verschiedenen Aktivitäten, die uns niemand vorschreibt, ist eine wirklich tolle Sache. Das kann uns kein anderer Verein bieten!!!

Nachdem wir im Herbst 2010 einen neuen Standort suchten, machte uns Jochen Hänel das Angebot, für eine begrenzte Zeit unser Lager im der Kulturschmiede aufzuschlagen. Da sagten wir nur allzu gerne JA. Ab März 2011 ging es dann wehmütig wieder zurück auf den Mühlenberg. Mittlerweile haben wir uns dort eingelebt und es uns so richtig  gemütlich gemacht. Auch unsere Homepage – und Fotogruppe hat sich dort nieder gelassen. Mit Hilfe von Jupp konnte sogar die etwas schwache EDV teilerneuert werden.

Aber nicht nur diese Gruppen wurden gegründet, es kamen z.B. noch die Wandergruppe, die Nordic-Walking-Gruppe, die Fahrrad-Gruppe, die Gruppe „Wir –für - andere“ und der Stammtisch dazu.

Mit einer noch zu gründenden Gruppe „Wir-helfen-uns“, in der man sich z.B. bei der Gartenpflege helfen könnte, wenn es einmal schwer fällt, befinden wir uns in der Planung. Auch hier lockt natürlich wie auch in anderen Gruppen das gemütliche und kommunikative Miteinander.

Geselligkeit und Gedankenaustausch stehen in den einzelnen Gruppen ganz vorn. Bekanntlich lässt es sich ja beim Wandern besonders gut plaudern. Wen wundert es also, dass selbst Wanderungen von 10 – 14km für ungeübte Beine schnell vorübergehen und es  bei der obligatorischen Einkehr zünftig zu geht. Diverse Fotostrecken und Berichte auf unserer eigenen Homepage dokumentieren dieses Eindrucksvoll. Zwar sind diese Außenaktivitäten witterungsabhängig, aber der Wettergott war uns bisher immer wohl gesonnen. Wer weiß – vielleicht gibt es bei Petrus und Co. ja auch ein ZWAR- Netzwerk ????

Hier möchte ich  nur einige Highlights des ablaufenden Jahres erwähnen: z.B.

  • Das Wintergrillen in der Kulturschmiede
  • Das Osterfeuer in Frömern
  • Das Sommerfest im Juli
  • Die BUGA-Fahrt
  • Die gemeinsame Berlin – Fahrt mit ZWAR Menden….

Bei dieser Aktionsvielfalt  kommt so mancher von uns schon einmal in Terminnot, besonders, wenn er/sie noch diesseits des Renteneintrittsalters ist. Aber gerade hier kommen die Vorzüge von ZWAR ganz klar heraus:

  • Kein Verein,
  • Keine strengen Regeln
  • Alles ist freiwillig, so wie es die Stimmung bzw. der persönliche Zeitplan es erlaubt.

Zum Abschluss möchte ich einen besonderen Dank aussprechen

an unseren BM Herrn Rebbe der diese Gründung erst ermöglicht hat,

an Christine Sendes und Rolf Hausberg von der AWO, die uns in den ersten Basistreffen klar gemacht haben, dass wir selber und eigenständig diese Projekte aufbauen müssen.

Auch als Moderatoren in den zwei Zielfindungsseminaren habt Ihr eine tolle Arbeit geleistet,

an Birgit Mescher als Verbindungsglied zwischen unserer ZWAR-Gruppe und der Stadt Fröndenberg und immer ein offenes Ohr für uns hat,

an alle, die mit Ihrer fachlichen Kompetenz und ihrem zeitlichen Engagement einige Probleme aus der Welt schafften.

Hier möchte ich persönlich dem Entwickler unserer tollen Homepage, Hans-Jürgen, danken. Durch dieses Medium sind alle ZWAR`ler ständig auf dem neusten Stand der Planungen und Berichterstattungen. Auch die ZWAR´ler der Nachbarstädte schauen hier gern einmal neidvoll vorbei.

Ich wünsche mir, dass wir noch viele schöne gemeinsame Jahre bei guter Gesundheit mit interessanten Aktivitäten erleben können.

Michael