2. Zielfindungsseminar 04. bis 06.11.2011

2. ZWAR-Zielfindungsseminar vom 04. bis 06.11.2011, hier Sundern / Sorpesee, Hotel Seegarten

Ein Beitrag von Josef (Jupp) S. vom 07.11.2011

Siehe Bilder, sind meist besser als Worte und Berichte! Fotos hier;

Aufgrund unseres ersten und so erfolgreichen Zielfindungsseminars vom März diesen Jahres, hinsichtlich Inhalten, Organisation und Wohlfühlatmosphäre, wussten wir diesmal so ungefähr was auf uns zukommt. Und dieses Seminar galt es jetzt zu toppen ! ?

Was uns schon zu Hause und bereits vor der Abfahrt auffiel war das herrliche Wetter mit Wärme und Sonnenschein. Immerhin hatten wir fast Mitte November, eigentlich eine graue Wetterzone. (Christine ließ sich übrigens nicht darauf ein, wie man ein solches Wetter im Voraus planen kannJ )

Wieder sind wir, 21 ZWARler plus 3 Leitungskräfte, mit unseren Privatfahrzeugen, überwiegend in Fahrgemeinschaften, angereist.

Kurz orientiert, d.h. den Hoteleingang gesucht, die Sachen verstaut und wieder nach draußen, weil, nun ja, es war super warmes Sommerwetter. Das etwas über dem Sorpedamm liegende Hotel mit wunderschönem Blick auf die warme farbenprächtige herbstliche Hügellandschaft machte einen guten Eindruck, dazu noch die einladende November-Außen-Gastronomie!

Alle Seminarteilnehmer fanden sich pünktlich ein, ein kurzer Gedankenaustausch und dann doch wieder ins Hotel, obwohl wir eigentlich viel lieber spazieren gegangen wären!

Das Seminar begann, ist das nicht herrlich, mit einem wohlschmeckenden warmen Abendessen mit behaglichem Ambiente in der eichenholzdominierten Hotelgastronomie.

Dann, als (satte) pflichtbewusste ZWARler, ließen wir uns anschließend auch gleich von der Seminarleitung, Christine und Rolf (eigentlich mehr Christine ;-) thematisch einfangen. Ein Schwerpunktthema des Seminars, mit dem Motte Selbstorganisation, war Konfliktbewältigung etc., bezüglich unserer ZWAR-Netzwerk-Gruppe.

Und da fing es bei mir schon an zu haken. Ich, bzw. „meine Irmchen" und ich, wir fühlen uns in unserer Gruppe gut eingebunden, verstanden und echt sauwohl! Gelegentliche geringfügige Unstimmigkeiten wurden zwar registriert, eigentlich aber nicht bewertet und somit als vernachlässigungswürdig erachtet.

In der ersten eingeleiteten Vorstellungs- und „Erwartungsrunde" schien dies meines Erachtens und erfreulicherweise auch allen Teilnehmer so zu sehen, obwohl wir uns auf dem Seminar auch diesen „Misstönchen" widmen wollten.

Der Seminarablauf wurde besprochen, die ZWAR-Gruppen-Bestandsaufnahme abgefragt und die sich daraus ergebenen Themen auf Stellwänden schriftlich fixiert und thematisch als Thema für Samstag festgezurrt.

Persönlich fiel mir noch auf, dass dieses Seminar thematisch gleich durchstartete, zwar mit dem Eingangsthema wie wir uns fühlen, was uns beschäftigt oder sorgt, wo wir als ZWAR-Netzwerk-Gruppe stehen, und wo wir hin wollen. Aber diesmal keine Meditationsübungen. Christine hatte sich scheint´s gemerkt, dass mir als „banausenhafter Realist" dies nicht so liegt: Aber Christine, warum mussten denn dann alle anderen Teilnehmer so darunter leiden?

Alle ZWARler fühlten sich übrigens diesmal auch persönlich sicher und entspannt, Uta hatte ihren Wachhund dabei! Gott sei Dank brauchte dieser Wahnsinnswachhund an allen drei Tagen nicht eingreifen. Ebenfalls blieben auch alle Seminarteilnehmer körperlich völlig unbeschädigt, keine Bisswunden, keine Kratzer!

Nach der ach so anstrengenden Seminar-Arbeitsphase kam dann der erholsame Teil, die seminarintern gern gesehene sogenannte seminarexterne Geselligkeit und das bis so kurz vor Samstag, also bis ca. 23,59 Uhr. Es wurde geklönt, viel und lauthals gelacht, Wasser getrunken und manche haben sogar ein und ein weiteres Bierchen (?) getrunken. Es war ein schöner gemütlicher Abend, unter sich trauenden, also vertrauten Personen!

Samstag ging es nach einem guten Frühstück gleich los. Die gelisteten Themen wurden in uns inzwischen gewohnten Kleingruppen angegangen, Ergebnisse vorgetragen und wieder auf den Stellwänden (verzettelt) verschriftlicht dargestellt, wie z.B.

  • Neue Aktivitäten / Events planen
  • Größere Basisgruppen
  • Mehr aktive Teilnehmer
  • Selbstkritische Betrachtung eigener Aktivitäten
  • Erweiterte Öffentlichkeitsplanung, ZWAR Bekanntheitsgrad vergrößern
  • Neue Mitglieder / Teilnehmer finden
  • Mehr Kontakte zu anderen ZWAR Gruppen
  • Vorbereitung der ZWAR Präsentation gegenüber der Stadtverwaltung. Hier überraschte Wolfgang die ZWARler mit einem EDV-Organigramm, welches im Ausschuß der Stadtverwaltung Arbeit und Aktivitäten der Fröndenberger ZWAR-Gruppe präsentieren soll.
  • Weitere künftige Vorgehensweisen und die Umsetzung gelisteter Aktivitäten waren dann Themen für Samstag.

Die Samstag-Arbeitsphasen wurden unterbrochen durch wohlschmeckende Mahlzeiten des Sterne-Hotels (mit Fernsehkoch) und einem Spaziergang um das untere Staubecken des Sorpesees, in der für einen Novembertag unglaublich warmen Luft eines dieser wunderschönen bunten „Altweibersommertage", mit einer so farbenprächtigen Landschaft wie aus einem Malkasten!

Ein Großteil der Gruppe wollte dann abends noch zu einer Dico-Veranstaltung in die nahegelegene Schützenhalle. Nachdem wir die schwierige Phase der Ausweiskontrolle gemeistert hatten, nahmen wir doch Abstand von dem Rock-Event, da bereits aus dem Schlüsselloch der Eingangstür der Überdruck des Tabakrauches mindestens 10 Meter weit waagerecht und gut sichtbar heraustrat.

Das war aber auch gut so, also zurück zur Gruppe, denn auch dieser Abend war dann vergleichbar mit dem des zuvor beschriebenen Vorabends, und das wiederum mit echt netten Leuten!

Ja Sonntag, wieder ein gutes Frühstück in bekannter Büfettform, Koffer packen, Zimmer räumen und ab in die Seminarräume.

Konkretisiert wurde jetzt beispielsweise die Pressearbeit. Hier sind Ansprechpartner Klaus und Christel, wobei zu veröffentlichende Artikel immer in Absprache mit anderen ZWARlern, vorzugsweise bei Basistreffen, freigegeben werden sollten. Weiterhin soll „Presse" ein sich wiederholender Punkt bei Basistreffen werden.

Weiterhin soll durch die Computergruppe bis März nächsten Jahres ein Flyer der Fröndenberger ZWARler erstellt werden, hier ist Ansprechpartner Hans-Jürgen. Der Flyer sollte auf der Zukunftsmesse präsentiert und verteilt werden. Anzustreben wäre hier ein eigener ZWAR Stand.

Konkret kamen mehrere neue Aktivitäten mit Ansprechpartnern / Organisatoren zur Diskussion, weiteres hierzu auf unseren Basistreffen.

Künftige Basistreffen sollen atmosphärisch aufgepeppt werden, um ein angenehmeres Klima mit Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Christel, Inge und Michael wollen sich dem zum nächsten Basistreffen annehmen.

Die Moderation sollte auf mehreren Schultern verteilt sein. Uta und Jupp sollen diese Aufgabe schwerpunktmäßig übernehmen, als Springer aber auch Edda, Inge und Wolfgang, möglicherweise finden sich noch weitere Moderatoren. Wie bei allen ZWAR Aktivitäten gilt auch hier Freiwilligkeit und dies ohne jeglichen Anspruch auf Professionalität!

Auch soll der Ideentresor geöffnet, erweitert, bearbeitet werden, zumindest mehr Beachtung finden.

Resultat; es gibt viel es zu tun, jeder nach seinen Fähigkeiten, Möglichkeiten, besonders entsprechend seinem persönlich gewollten Engagement!

Ein wichtiges, eigentlich auch überraschendes Ergebnis des Seminars war die ganz reale Feststellung;

  • dass die Mitglieder der Zwar-Gruppe Fröndenberg fast zu 100 % aus zugezogenen Fröndenberger Bürgern besteht,
  • dass viele trotz ZWAR in Fröndenberger Vereinen, kirchlichen oder anderen sozialen Organisationen ebenfalls ehrenamtlich tätig sind,
  • und dass nach Befragung, zumindest von den Seminarteilnehmern, niemand wegen seiner „ZWAR Zugehörigkeit" aus einem Fröndenberger Verein ausgetreten oder nicht eingetreten ist!
  • Somit muss die politisch geäußerte Befürchtung, dass ein ZWAR-Netzwerk in Fröndenberg Fröndenberger Vereine in ihrer Existenz gefährdet oder gar „ausblutet" ganz klar verneint werden!

Zudem wurde festgestellt, dass ZWAR-Fröndenberg in aller Regel der Kommune keine Kosten verursacht, ZWARler tragen ihre Kosten selbst!

Zum Abschluss des Seminars überraschte Christine noch mit einer Aktion, bei der die Teilnehmer auf ihrem Rücken einen aufgeklebten Zettel trugen, auf den wiederum andere ZWARler, quasi anonym, schrieben, was ihnen besonders an diesem „Zettelträger" gefällt. Danke übrigens den Personen, die mir „auf den Rücken" schrieben J !

Und jetzt nochmals zur Eingangsfrage, war das erste Seminar zu toppen? Nein war es nicht, beide Seminare waren gleichwertig super! (Warnung; Christine, wir kommen wieder!)

Zum Schluß gilt wiederum unser Dank den Gestaltern dieses Seminars, im Besonderen Christine, aber auch allen Teilnehmern die zum Gelingen dieses erfolgreichen Seminars beigetragen haben.

Unser, also Irmgards und mein persönlicher Dank gilt auch sehr vielen ZWARlern, auch oder gerade wegen vieler intensiver auch kleiner und doch so vertrauensvoller Kontakte mit- und untereinander! Ich glaube, uns ist mancher ZWARler Freund und/oder Freundin geworden, obwohl wir gerade mit diesen Begriffen sehr geizen!

Josef (Jupp) S.